Die Wiederentdeckung der Berührbarkeit. Warum Gefühle wieder salonfähig sind.

Susanne Pointner in Zusammenarbeit mit Josef Bruckmoser                         Mai 2018 Kremayr und Scheriau

Wir alle kennen das: Schon morgens gibt es Missstimmung, der Bus ist überfüllt, auf der Arbeit herrscht Leistungsdruck – und am Abend gerät man mit den Kindern oder dem Partner in Streit. Sich selbst, die eigenen die Bedürfnisse der anderen spürt man dabei nur noch selten.

 

Hier setzt dieses Buch an: Es lädt ein, einen freundlichen und empathischen Umgang mit sich selbst zu entwickeln und richtet sich an Menschen, die nicht cool und abgestumpft durchs Leben gehen wollen, sondern offen und sensibel – ohne sich dabei von jedem Gegenwind aus der Bahn werfen zu lassen. Das setzt einen guten Zugang zur eigenen Gefühlswelt und Aufnahmebereitschaft für die Empfindungen anderer Personen voraus.

 

Sensibilität und Berührbarkeit gehört zur Grundausstattung des Menschen. Für unsere persönliche und gesellschaftliche Entwicklung ist es wichtig, die emotionale Resonanz auf das, was uns im Alltag begegnet, zu spüren und ernst zu nehmen. Nur so können wichtige Fähigkeiten wie Empathie, Intuition und Kreativität gefördert und kultiviert werden. Motivation, Lebensgestaltung, Engagement sind auch getragen von der Fähigkeit, sich berühren und erregen zu lassen, sowie die Bereitschaft zum Spiel und  zur Hingabe.

 

Mythische Bilder vertiefen den Erkenntnisgewinn und zahlreiche Beispiele aus der therapeutischen Praxis stellen den Bezug zum Alltag her. Viele Leserinnen und Leser werden sich selbst darin erkennen und wertvolle Anregungen dafür finden, wie das Stille und das Laute, das Zarte und das Grelle im eigenen Inneren und in der Umgebung in Balance gebracht werden können.