Vorträge, Seminare, Workshops, Lesungen


Wege zur Authentizität Ich-Sein in einer agilen Gesellschaft- GLE Kongress 1.-2.5.2021  Wien

Leitung: Dr.in Helene Drexler, Mag.a Susanne Pointner, Mag.a Renate Bukovski MSc, Dr. Christoph Kolbe

Die Frage „Wer bin ich – eigentlich und wirklich?“ beschäftigt jeden Menschen ebenso existentiell wie alltäglich. Es scheint, dass viele Menschen vom Anspruch getrieben leben, sich täglich neu beweisen, erfinden und optimieren zu müssen. Der durch die Coronakrise verordnete Ausstieg aus dem Hamsterrad lässt uns den Spannungsbogen zwischen Aktivität und Passivität, Sorge und Zuversicht, Anpassung und Eigenständigkeit noch deutlicher spüren. Auch als Onlinekongress buchbar!

Anmeldung: www.existenzanalyse.org


„Schwesterchen, mich dürstet!“ Der Einfluss der Geschwisterdynamik in der Paartherapie - Onlinevortrag

Datum: 5.5.2021 18.15 - Downloadlink folgt in Kürze

Biographischen Geschwisterkonstellationen prägen die Paarbeziehung mehr als Paaren bewusst ist. Um die Geschwister (meist unbewusst) zu schützen, bleiben gemeinsame Erlebnisse im therapeutischen Kontext oft im Schatten. Fürsorgliche, freundschaftliche, konkurrierende, leidende Geschwister wirken sich auf die Partnerwahl und die Beziehungsgestaltung aus und spiegeln sich häufig im Umgang mit dem Partner.

Eine gute Möglichkeit, entsprechende Übertragungsphänomene zu beleuchten und sich aus ihrer Verstrickung zu befreien, ist die paartherapeutische Arbeit mit Bildern, Märchen und Mythen. Gretel kann lernen, nicht mehr überfürsorglich den Bruder, und späteren Partner zu schützen. Zeus kann sich von der wiederholten Streitinszenierung mit der mächtigen Schwestergattin Hera befreien. Gerda und Kay lösen sich aus der Umklammerung des Eispalastes.

Was dem Paar möglich wird durch die gelungene Begegnung und personales Wachstum, wirkt oft zurück auf die Ursprungsfamilie und mehr noch auf das Verhältnis der Kinder zu einander. Im Miterleben des – zumindest manchmal - herzlichen Miteinanders der nächsten Generation kann das eigene Schwester- und Bruderherz heilen.


Das trau ich dir zu!                                                                                                                             Wie wir für uns und andere eine Sprache der Ermutigung finden

Präsymposium im Rahmen der Goldegger Dialoge

"Mut und Zuversicht" 2.-4.6.2021

23..Oktober 2020, Ort: Schloss Goldegg

Anmeldung: http://www.schlossgoldegg.at/index.php?id=562

In einer funktionalisierten, auf Selbstoptimierung ausgerichteten Welt ist es eine Herausforderung, aufrichtige Wertschätzung für sich und andere zu kultivieren und in den Ausdruck zu bringen. Manipulatives Lob, das mit versteckten Leistungsappellen verknüpft ist, schreckt ebenso ab wie gleichgültige Selbstverständlichkeit oder kühle Abwertung.Oft möchten wir den anderen fördern, rutschen aber unbemerkt in eine ängstliche oder abwertende Haltung. Auch im inneren Dialog fällt es manchmal schwer, Zuspruch mit konstruktiver Kritik gut zu vereinen.

Wir erreichen einander, wenn es gelingt, etwas Wesentliches im anderen zu berühren. Dadurch können wir den anderen – Partner, Kinder, KollegInnen - in der Entwicklung fördern und im ganz persönlichen Potential inspirieren. Im Workshop wollen wir durch Input, Austausch und Übungen unsere sprachliches Inventar sowie die dahinterliegenden Haltungen betrachten und verstehen, sowie unsere Fähigkeit zur Ermutigung verfeinern und erweitern. 


Traum(a)partner: Biographisch verankerte Verletzungsmuster in der paartherapeutischen Praxis

Vortrag beim Psychoimmunologiekongress 3.-5.9.2021 Innsbruck - 

Anmeldung: https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/

Menschen mit belastenden Kindheitserfahrungen tendieren besonders dazu, PartnerInnen zu wählen, die äquivalente oder komplementäre Verletzungsmuster in ihren biographischen Rucksäcken tragen wie sie selbst. Je früher die Verletzung stattgefunden hat, desto automatisierter, sprachloser, affektiv geladener und dominanter wird das Wechselspiel der Reaktionen der PartnerInnen. Geschlechtsspezifische Rollenbilder und äußere Stressfaktoren verschärfen die psychische und physische Gefährdung der Betroffenen.

 Heilendes Potential liegt in dem tiefen inneren Verständnis füreinander und der kraftvollen Sehnsucht der hilfesuchenden PartnerInnen. Wie können wir als Anlaufstelle und Ressource für die Betroffenen zur Verfügung stehen? Wie können wir sie unterstützen, sichere Orte für sich, aber auch innerhalb der Partnerschaft zu finden? Anhand von Fallbeispielen aus der Einzel- und Paartherapeutischen Praxis werden Wege in eine gesundheits- und wachstumsfördernde Paarbeziehung oder eine ressourcenschonende Trennung aufgezeigt.


„Ich höre Dich – und es bewegt mich.“                                                                   Sprache als Gestaltungsinstrument für motivierende Lehr- und Lernräume.

Vortrag im Rahmen der "BBP- Enquete derösterreichischen Beratungslehrkräfte

Traunkirchen 13.11.2021

In einer lauten, funktionalisierten, digitalisierten Welt ist es eine Herausforderung, sich Gehör zu verschaffen und selbst sprachliche Nuancen abzustimmen. Schüler, Lehrende, BetreuerInnen und Eltern erreichen einander, wenn es gelingt, etwas Wesentliches im anderen zu berühren. Dazu braucht es den wohlwollenden inneren Dialog sowie das Beachten der Grundmotivationen des Menschen: Schutz, Nähe, Wertschätzung und Sinn.