Vorträge, Seminare, Workshops, Lesungen


„Funkstille und Funkenflug.   Die Bedeutung der personalen Begegnung für eine lebendige Paarbeziehung"

Vortrag im Rahmen des Internationalen GLE -Kongress 2020

"Wenn`s funkt. Das existenzielle Moment in der Beziehung" 1. - 3. Mai 2020 Lindau

Die Paarbeziehung ist geprägt von Bedingungen, die sowohl  der liebenden  Begegnung als auch psychodynamischer Reaktivität Tür und Tor öffnen. Die leibliche Nähe, hohe Erwartungen aneinander, die Abstimmung der Funktionalitäten in einer schnelllebigen, leistungsorientierten Welt lassen wenig Raum für das Verweilen, Verstehen und Trösten, für das Entdecken, das Lachen und die Sinnlichkeit. 

Um den Schmerz über den Verlust an Nähe zu unterdrücken, suchen die Partner oft Fluchtwege aus der Beziehung – destruktive Konfliktlösestrategien, Überengagement in diversen Bereichen, Rückzug, Überregulation, Sucht, Affären. Die Ressourcen werden knapper, das Paar gerät in den Teufelskreis.

 

Die Paare ahnen meist selbst, was sie  - mehr noch der Partner/die Partnerin verändern müsste, haben aber  nicht mehr die Motivation und Energie dazu. Existenzanalytische Therapie und Beratung zielt daher nicht in erster Linie auf Lösungen ab, sondern schafft Raum für Erkenntnis, Begegnung, Haltungsveränderung und gemeinsame Entwicklung. Damit wird die Liebe beflügelt, und scheinbar unlösbare Differenzen können zu sinnstiftenden und belebenden Kraftquellen werden.


Imago-Kongress 2020: Sucht in der Paarbeziehung

8.-10.5.2020 Hotel Retter, Pöllauberg  https://www.imagocongress.at/

Leitung: Mag. Susanne Pointner.

Vortragende: Dipl.-Psych. Andrea Schaal; Univ.-Prof. Dr. Michael Musalek, Mag. Dr. Peter Stippl; Dr.in Sabine und Roland Bösel; Florian Bösel; Stefan Gatt und Helmut Andraschko 

"Der Süchtige sucht am falschen Ort, aber er strebt nach etwas sehr Wichtigem. Wir können es uns nicht leisten, dieser Suche keine Beachtung zu schenken."        Deepak Chopra, Wege aus der Sucht 

In der (Paar-)Therapie und (Paar-)Beratung wird der Fluchtweg Sucht oft verschwiegen oder heruntergespielt. Fast immer hat die – meist verleugnete oder unterschätzte - Suchterkrankung für das Umfeld massive Folgen. Beziehungen werden so umgestaltet, dass die Suchtinhalte (PC, Arbeit, Alkohol, etc.) gleichzeitig bekämpft und erhalten werden kann. 

 Wir wollen uns bei den Imago Tagen 2020 mit den Gefahren für die Partnerschaft und mit den Heilungschancen, die die Paarbeziehung bieten kann, auseinandersetzen und auch prophylaktische Ansätze für die Arbeit im Einzel- und Paarsetting kennenlernen oder vertiefen.


Das trau ich dir zu!                                                                                                                      Wie wir für uns und andere eine Sprache der Ermutigung finden

Präsymposium im Rahmen der Goldegger Dialoge

10. Juni 2020, Ort: Schloss Goldegg

Anmeldung: http://www.schlossgoldegg.at/index.php?id=562

In einer funktionalisierten, auf Selbstoptimierung ausgerichteten Welt ist es eine Herausforderung, aufrichtige Wertschätzung für sich und andere zu kultivieren und in den Ausdruck zu bringen. Manipulatives Lob, das mit versteckten Leistungsappellen verknüpft ist, schreckt ebenso ab wie gleichgültige Selbstverständlichkeit oder kühle Abwertung.Oft möchten wir den anderen fördern, rutschen aber unbemerkt in eine ängstliche oder abwertende Haltung. Auch im inneren Dialog fällt es manchmal schwer, Zuspruch mit konstruktiver Kritik gut zu vereinen.

Wir erreichen einander, wenn es gelingt, etwas Wesentliches im anderen zu berühren. Dadurch können wir den anderen – Partner, Kinder, KollegInnen - in der Entwicklung fördern und im ganz persönlichen Potential inspirieren. Im Workshop wollen wir durch Input, Austausch und Übungen unsere sprachliches Inventar sowie die dahinterliegenden Haltungen betrachten und verstehen, sowie unsere Fähigkeit zur Ermutigung verfeinern und erweitern. 


DasTraum(a)partner: Biographisch verankerte Verletzungsmuster in der paartherapeutischen Praxis

Vortrag beim Psychoimmunologiekongress 18.-20.9.2020 Innsbruck

Anmeldung: https://www.psychoneuroimmunologie-kongress.at/

Inhalt:

Menschen mit belastenden Kindheitserfahrungen tendieren besonders dazu, PartnerInnen zu wählen, die äquivalente oder komplementäre Verletzungsmuster in ihren biographischen Rucksäcken tragen wie sie selbst. Je früher die Verletzung stattgefunden hat, desto automatisierter, sprachloser, affektiv geladener und dominanter wird das Wechselspiel der Reaktionen der PartnerInnen. Geschlechtsspezifische Rollenbilder und äußere Stressfaktoren verschärfen die psychische und physische Gefährdung der Betroffenen.

 

Heilendes Potential liegt in dem tiefen inneren Verständnis füreinander und der kraftvollen Sehnsucht der hilfesuchenden PartnerInnen. Wie können wir als Anlaufstelle und Ressource für die Betroffenen zur Verfügung stehen? Wie können wir sie unterstützen, sichere Orte für sich, aber auch innerhalb der Partnerschaft zu finden? Anhand von Fallbeispielen aus der Einzel- und Paartherapeutischen Praxis werden Wege in eine gesundheits- und wachstumsfördernde Paarbeziehung oder eine ressourcenschonende Trennung aufgezeigt.


„Ich höre Dich – und es bewegt mich.“                                                                   Sprache als Gestaltungsinstrument für motivierende Lehr- und Lernräume.

Vortrag im Rahmen der "BBP- Enquete derösterreichischen Beratungslehrkräfte

Traunkirchen 12.-14. 11. 2020 

In einer lauten, funktionalisierten, digitalisierten Welt ist es eine Herausforderung, sich Gehör zu verschaffen und selbst sprachliche Nuancen abzustimmen. Schüler, Lehrende, BetreuerInnen und Eltern erreichen einander, wenn es gelingt, etwas Wesentliches im anderen zu berühren. Dazu braucht es den wohlwollenden inneren Dialog sowie das Beachten der Grundmotivationen des Menschen: Schutz, Nähe, Wertschätzung und Sinn.